Warum wir in einer neuen Umgebung schlechter schlafen – Der ‚First Night Effect‘ erklärt 🛏️

Warum wir in einer neuen Umgebung schlechter schlafen – Der ‚First Night Effect‘ erklärt 🛏️

Lesezeit: 4min.

Hast du schon einmal gemerkt, dass du in einer fremden Umgebung, wie einem Hotelzimmer oder bei einem Übernachtungsbesuch bei Freunden, besonders schlecht schläfst? Du drehst dich hin und her, fühlst dich unruhig und wachst vielleicht sogar öfter auf als üblich. Das Phänomen, dass wir in neuen, unbekannten Umgebungen schlechter schlafen, ist als „First Night Effect“ bekannt – und es hat einen wissenschaftlichen Hintergrund.

In diesem Artikel erfährst du, warum die erste Nacht in einem neuen Umfeld oft von schlechtem Schlaf begleitet wird und wie du diese Erfahrung verbessern kannst.

🌙 Was ist der „First Night Effect“?

Der Begriff „First Night Effect“ beschreibt das Phänomen, dass viele Menschen die erste Nacht an einem neuen Ort schlechter schlafen als danach. Das bedeutet, dass es in den ersten Stunden, in denen wir uns an eine fremde Umgebung gewöhnen müssen, zu einer geringeren Schlafqualität kommt. Diese schlechtere Schlafqualität kann sich durch häufiges Wachwerden, längeres Einschlafen oder einfach eine allgemein unruhigere Nacht bemerkbar machen.

Das Interessante daran: Das Phänomen tritt auch dann auf, wenn wir uns in einer sehr komfortablen Umgebung befinden, wie etwa einem Hotelzimmer oder bei Freunden zu Besuch. Es scheint also nicht nur von der Umgebung selbst, sondern von der Tatsache beeinflusst zu werden, dass wir uns unsicher oder unbewusst in Alarmbereitschaft befinden.

🧠 Warum passiert das? Die Rolle des Gehirns

Der „First Night Effect“ ist eng mit der Funktionsweise unseres Gehirns verbunden. Es hat mit einem Schutzmechanismus zu tun, der uns hilft, in unbekannten Umgebungen wachsam zu bleiben. Wenn wir in einer neuen Umgebung schlafen, ist unser Gehirn nicht vollständig im „Relaxed Mode“ wie gewohnt. Stattdessen bleibt es teils aktiv, um auf mögliche Gefahren zu reagieren. Dieser Mechanismus wird als „einseitiger Schlaf“ bezeichnet.

Das bedeutet, dass unser Gehirn in der ersten Nacht in einem neuen Umfeld dazu neigt, eine Hemisphäre im Gehirn aktiver zu lassen als die andere. Während eine Gehirnhälfte schläft, bleibt die andere wachsam und wird auf Geräusche oder Bewegungen in der Umgebung aufmerksam. Diese Art des „halben Schlafes“ sorgt dafür, dass wir in der ersten Nacht weniger tief schlafen, um im Falle einer Gefahr schneller reagieren zu können.

🦉 Wieso ist das Gehirn so wachsam?

Das liegt an unserem evolutionären Erbe. Früher war es überlebenswichtig, dass wir auf potenzielle Gefahren in einer neuen Umgebung sofort reagieren konnten – sei es das Rascheln von Tieren oder ungewöhnliche Geräusche. Diese Wachsamkeit des Gehirns hat sich bis heute erhalten, auch wenn die Gefahren, denen wir heutzutage in unseren Schlafzimmern begegnen, kaum noch vorhanden sind. Aber unser Gehirn behandelt eine neue Umgebung noch immer als potenziell gefährlich, was uns den Schlaf erschwert.

💤 Wie beeinflusst der „First Night Effect“ unseren Schlaf?

Ein interessanter Aspekt des „First Night Effect“ ist, dass er sich durch verschiedene Schlafphasen zieht. Normalerweise durchlaufen wir während des Schlafs verschiedene Phasen – von leichtem Schlaf über Tiefschlaf bis hin zum REM-Schlaf. In der ersten Nacht in einer neuen Umgebung sind jedoch besonders die Tiefschlaf- und REM-Phasen gestört. Diese Phasen sind wichtig für die körperliche Erholung und die Gedächtniskonsolidierung. Fehlen sie oder sind sie reduziert, kann der Schlaf weniger erholsam und regenerierend sein.

🧘 Wie kannst du deinen Schlaf in der ersten Nacht verbessern?

Obwohl der „First Night Effect“ ein normaler Teil des Schlafprozesses in einer neuen Umgebung ist, gibt es einige Dinge, die du tun kannst, um deine Chancen auf eine erholsamere Nacht zu verbessern:

Schaffe eine beruhigende Umgebung:

Versuche, dein neues Schlafzimmer so gemütlich wie möglich zu gestalten. Wenn du zu Besuch bei Freunden bist oder in einem Hotel übernachtest, bringe ein Kissen oder Decke von zu Hause mit, um eine vertraute Atmosphäre zu schaffen.

Entspannungsübungen:

Bevor du ins Bett gehst, hilft es, sich zu entspannen. Nutze Meditation, Atemübungen oder ein leichtes Dehnen, um deine Anspannung abzubauen und dich für den Schlaf vorzubereiten.

Vermeide stimulierende Aktivitäten:

Vermeide in der neuen Umgebung Aktivitäten, die dich aufregen oder deinen Geist anregen, wie z. B. Fernsehen oder Arbeiten. Lies lieber ein Buch oder höre beruhigende Musik.

Gewöhne dich an den neuen Raum:

Wenn du in einem neuen Raum schläfst, versuche, den Raum ein paar Stunden vor dem Schlafengehen zu betreten. Dadurch kann sich dein Gehirn schon etwas an den neuen Ort gewöhnen, bevor du ins Bett gehst.

💡 Fazit: Keine Panik bei der ersten Nacht

Der „First Night Effect“ ist völlig normal und betrifft fast jeden, der in einer neuen Umgebung schläft. Auch wenn du in der ersten Nacht nicht perfekt schläfst, ist das keine Katastrophe. Dein Körper und Geist benötigen einfach etwas Zeit, um sich auf den neuen Raum und die neue Umgebung einzustellen. Sobald du dich eingelebt hast und mehr Vertrauen in die Umgebung gewinnst, wirst du feststellen, dass der Schlaf wieder erholsamer wird.

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